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Nachname, Vorname der Autor/inn/en: Künzel, Anne
Publikationsjahr: 2018
Titel: Organisation, Struktur und Finanzierung hochfrequenter Therapie bei Patienten mit neurologisch bedingten Sprach- und Sprechstörungen in der ambulanten logopädischen Praxis
Schlagworte: hochfrequente ambulante Therapie, neurologische Sprach-/Sprechstörungen, logopädische Praxis, Organisation, Leitfadeninterview, qualitative Inhaltsanalyse
   

Abstract:

(Das Abstract sollte Angaben zur zentralen Fragestellung und zu Ergebnissen/zum Fazit der Arbeit enthalten sowie auf kritische Aspekte und die praktische/klinische Relevanz der Ergebnisse eingehen)

Im Rahmen dieser Bachelorarbeit wurde qualitativ untersucht, wie hochfrequente Therapie bei Patienten mit neurologisch bedingten Sprach- und Sprechstörungen in der ambulanten logopädischen Praxis innerhalb des deutschen Gesundheitssystems in Bezug auf die Organisation, Struktur und Finanzierung erfolgreich realisiert wird. Anhand durchgeführter Leitfadeninterviews mit zwei Patienten - die hochfrequente ambulante Therapie erhalten – und zwei Praxisinhabern wurden die Vorgehensweisen zweier Praxen, die hochfrequente ambulante Therapie anbieten, beleuchtet und gegenübergestellt. Für die Datenauswertung wurde eine an das Forschungsvorhaben angepasste inhaltlich strukturierende, qualitative Inhaltsanalyse mit einer deduktiv-induktiven Kategorienbildung verwendet. Die Ergebnisse zeigen zwei verschiedene Praxiskonzepte, die sich in ihrem Angebot und ihrer Definition hochfrequenter Therapie sehr voneinander unterscheiden. Beide Praxen verfolgen dabei eigene Organisationsstrategien. Die Organisation ist sehr aufwändig. Es wird ersichtlich, dass auftretende Herausforderungen durch ein hohes Maß an persönlichem Engagement der Logopäden überwindbar sind. Die Ergebnisse veranschaulichen, dass die erfolgreiche Umsetzung hochfrequenter Therapie nicht ausschließlich auf eine Art erfolgen kann.

   
Art der Publikation: Bachelor-Arbeit
Fachlicher Schwerpunkt: Sonstiges
Studiendesign: Sonstiges
   
Wurde diese Arbeit bewertet? Ja
   
Probandenprofil:  
Einschlusskriterien:

Einschlusskriterien für die logopädischen Praxen bzw. Praxisinhaber:

- ambulante logopädische Praxis
- Angebot hochfrequenter Therapie, auch Intervalltherapien
- Regelmäßige Durchführung hochfrequenter Therapien (mindestens 30 Patienten im Jahr) 
- Mindestens zwei Jahre Erfahrung mit hochfrequenten Therapien
- Spezialisierung auf neurologische Störungsbilder
- Standort innerhalb Deutschlands 


Einschlusskriterien für die Patienten:

- Neurologisch bedingte Sprach- oder Sprechstörung in der chronischen Phase (> 12 Monate)
- Mindestalter von 18 Jahren
- Mindestens 2 Wochen Erfahrung mit hochfrequenter Sprach- und/oder Sprechtherapie in der ambulanten logopädischen Praxis 

Ausschlusskriterien:

Ausschlusskriterien für die Patienten:

- Mittel- bis hochgradige Beeinträchtigung des Sprachverständnisses
- Mittel- bis hochgradige Beeinträchtigung der Sprachproduktion
- Mittel- bis hochgradige Beeinträchtigung der Merkfähigkeit, Konzentrationsfähigkeit und Gedächtnisleistungen

Anzahl (n=?): 4
   
Datenerhebung: Interview
 
   
Datenanalyse:  
          Beschreibung der Methoden/Verfahren der statistischen Datenanalyse:

Die Datenauswertung erfolgte mit Hilfe einer an das Forschungsvorhaben angepassten inhaltlich strukturierenden qualitativen Inhaltsanalyse nach Kuckartz (2016:97ff). Der Zweck der inhaltlich strukturierenden Inhaltsanalyse besteht darin, an den erhobenen Daten „ausgewählte inhaltliche Aspekte zu identifizieren, zu konzeptualisieren und das Material im Hinblick auf solche Aspekte systematisch zu beschreiben“ (Schreier 2014:5). Dafür verwendete die Untersucherin ein mehrstufiges Kategorienbildungsverfahren mit einer Kombination aus einer deduktiven und induktiven Kategorienbildung nach Kuckartz (2016:97). Das erhobene Material wurde jeweils gründlich gelesen und sequenziell durchgearbeitet. Wichtige Textstellen wurden markiert und mit Notizen zu Besonderheiten und Auswertungsideen versehen. Die thematischen Hauptkategorien (HK) wurden zunächst deduktiv aus der Forschungsfrage und dem Interview-Leitfaden abgeleitet. Anschließend wurde anhand der intensiven Auseinandersetzung mit den Daten das Material mit den HK kodiert. Dabei wurden bereits bestehende HK induktiv modifiziert und weitere HK aus dem Material entwickelt. Anschließend wurden die entwickelten HK mit Hilfe der paraphrasierenden Zusammenfassung nach Mayring (2015:69ff) induktiv anhand der Interviewdaten durch Subkategorien (SK) präzisiert (vgl. ebd.:100).


Kuckartz, U. (2016): Qualitative Inhaltsanalyse, Methoden, Praxis, Computerunterstützung. 3. Auflage. Weinheim. Beltz.

Mayring, P. (2015): Qualitative Inhaltsanalyse. Grundlagen und Techniken. 12., überarbeitete Auflage. Weinheim. Beltz.

Schreier, M. (2014): Varianten qualitativer Inhaltsanalyse: Ein Wegweiser im Dickicht der Begrifflichkeiten. In: Forum Qualitative Sozialforschung/Forum Qualitative Social Research. 15 (1), 1-27. 

 

 
          Eingesetzte Software:
   
   
Zugriff:  
Publikation als Volltext: PDF document Bachelorarbeit_Anne_Künzel_ELP.pdf
oder Link (URL) zur Publikation:
   
Zitation (Beispiel): Künzel, Anne (2018) Organisation, Struktur und Finanzierung hochfrequenter Therapie bei Patienten mit neurologisch bedingten Sprach- und Sprechstörungen in der ambulanten logopädischen Praxis. Frechen: evidenssst.org
   
 

 


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