Evidenz auf evidenssst.org

In diesem Bereich finden Sie Evidenzen unterschiedlicher Art mit Bezug zum Fachgebiet Logopädie/Sprachtherapie.

Sie sind Autor*in und möchten eine Publikation einstellen? Dann registrieren Sie sich auf evidenssst.org und nutzen Sie anschließend hier den dann verfügbaren Reiter "Eintrag hinzufügen". Dort finden Sie dann weitere Informationen zur Publikation auf evidenssst.org.

Seite: () 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 ... 31 ()

 

Nachname, Vorname der Autor/inn/en: Mühlhaus, J.; Vorwerk, W.; Kröger, Bernd J.
Publikationsjahr: 2007
Titel: Zur Diagnostik der Auditiven Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörungen (AVWS) – zwei Verfahren zur Identifikation und Diskrimination ambivalenter akustischer Stimuli im Vergleich
Schlagworte: Auditive Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörungen (AVWS), Grundschulkinder, ambivalente akustische Stimuli, Identifikation, Diskrimination, Diagnostik, kategoriale Sprachwahrnehmung
   

Abstract:

(Das Abstract sollte Angaben zur zentralen Fragestellung und zu Ergebnissen/zum Fazit der Arbeit enthalten sowie auf kritische Aspekte und die praktische/klinische Relevanz der Ergebnisse eingehen)

Der umfangreiche Diagnostikprozess im Rahmen Auditiver Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörungen (AVWS) gibt Anlass, sich mit den bestehenden Verfahren wissenschaftlich auseinander zu setzen, um diesen so effektiv wie möglich zu gestalten. Aus den bestehenden diagnostischen Untersuchungen der auditiven Teilfunktionen innerhalb der AVWS-Diagnostik wurden für diese Studie die Diskrimination und die Identifikation von Silben näher betrachtet, da sie zu den trennschärfsten auditiven Funktionen zählen, um Gruppendifferenzierungen zwischen auditiv auffälligen und auditiv nicht-auffälligen Kindern vornehmen zu können (Nickisch & Oberle 2002). Dennoch belegen Untersuchungen, dass eindeutige Gruppenunterschiede in der Diskrimination von Silbenpaaren fehlen (Mody et al. 1997).  Daher ist das Ziel dieser Studie, eine Methode zur eindeutigen Gruppendifferenzierung zwischen auditiv auffälligen versus unauffälligen Probanden zu identifizieren. Es wurden 28 auditiv unauffällige Grundschulkinder und 14 Patienten mit Verdacht auf bzw. diagnostizierter AVWS im Alter von 6;6 bis 10;7 Jahren mit zwei Testverfahren untersucht. In Verfahren 1 wurde ein Stimuluskontinuum über die Konsonant-Vokal-Silben /ba/, /da/ und /ga/ nach Stevens & Blumstein (1978), in Verfahren 2 eines über /ba/ bis /da/ nach Serniclaes et al. (2001) genutzt.  Die Ergebnisse zeigten im ersten Testverfahren (Stevens & Blumstein 1978) sowohl bei der Identifikation als auch bei der Diskrimination keine eindeutige Gruppendifferenzierung. Dagegen bestätigten sich im zweiten Testverfahren (Serniclaes et al. 2001) bei beiden überprüften Teilleistungen signifikante Gruppenunterschiede.  Die Methode der Identifikation und der Diskrimination mit ambivalenten akustischen Stimuli nach Serniclaes und Mitarbeiter kann daher in der Diagnostik der AVWS eine sinnvolle Ergänzung sein.

   
Art der Publikation: Fachartikel
Fachlicher Schwerpunkt: Hören
Studiendesign: Fall-Kontroll-Studie
   
Wurde diese Arbeit bewertet? Nein
   
Probandenprofil:  
Einschlusskriterien:
  • diagnostizierte AVWS (Patientengruppe; PG), auch mit Komorbiditäten (AD(H)S, LRS) möglich
  • unauffällige Hör- und Sprachentwicklung, keine LRS (Kontrollgruppe; KG)
  • beide Gruppen: monolingual deutsch aufgewachsen, peripher normalhörig, unauffällige kognitive Entwicklung
Ausschlusskriterien:



Anzahl (n=?): 0
   
Datenerhebung: Messung
 
   
Datenanalyse:  
          Beschreibung der Methoden/Verfahren der statistischen Datenanalyse:

Methode:

  • zwei Testverfahren mit jeweils Diskriminations- und Identifikationstest bestanden
  • erster Test: Testverfahrens nach Stevens & Blumstein (1978) mit 14 unterschiedlichen Stimulusfolgen  von CV-Silbe /ba/ über /da/ zu /ga/ in jeweils vier Mal in randomisierter Reihenfolge
  • zweiter Test: Testverfahren nach Serniclaes et al. (2001) mit sechs Stimuli für die CV-Silben /ba/ und /da/; sechs Mal in randomisierter Reihenfolge
  • Realisierung der Stimuluskontinua via Softwareprogramm PRAAT (Boersma & Weenink 2004)

Datenanalyse:

  • Gruppenvergleich zwischen KG und PG hinsichtlich der Identifikationsleistungen mit Mann-Whitney-U-Test 
  • Gruppenvergleich zwischen KG und PG hinsichtlich der Diskriminationsleistungen mit Mann-Whitney-U-Test
  • Vergleich zwischen den Diskriminationspaaren mit Wilkoxon Vorzeichen Rangtest
 
          Eingesetzte Software: SPSS (Statistik); MATLAB (Grafiken)
   
   
Zugriff:  
Publikation als Volltext: PDF-Dokument Muehlhaus_etal_2007.pdf
oder Link (URL) zur Publikation:
   
Zitation (Beispiel): Mühlhaus, J.; Vorwerk, W.; Kröger, Bernd J. (2007) Zur Diagnostik der Auditiven Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörungen (AVWS) – zwei Verfahren zur Identifikation und Diskrimination ambivalenter akustischer Stimuli im Vergleich . Frechen: evidenssst.org
   
 

 


Seite: () 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 ... 31 ()